• Renaturierung Isar

Renaturierte Isar

Die durchgeführte Renaturierung ist Bestandteil des Maßnahmenprogramms LIFE Natur-Projekt Flusserlebnis Isar. Ziel ist es, den ökologischen Zustand der Isar zu verbessern. Gleichzeitig steigt mit dieser Maßnahme der Erlebnis- und Erholungswert der Flusslandschaft für den Menschen. Die neugeschaffenen Uferzonen sind zugänglich und ermöglichen ein unmittelbares Spüren, Fühlen und Erleben der Isar und für den Betrachter eröffnen sich völlig neue Blickwinkel und Perspektiven auf die Flusslandschaft.

Die Isar galt seit jeher als "reißend", wild und gefährlich. Kein Wunder - konnten doch die Hochwässer schnell und unerwartet Zerstörung und Leid über die Bevölkerung bringen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die untere Isar daher vor allem zum Schutz vor Hochwasser, aber auch zur Land- und Energiegewinnung befestigt, begradigt, eingedämmt und letzlich in eine Kette von Stauseen umgewandelt. Fließen kann sie heute nur noch unmittelbar unterhalb der Staustufen. Die früher so typischen Kiesufer und -inseln, Nebenarme, Uferanbrüche und Auegewässer sind verschwunden oder vergreist, viele Tier- und Pflanzenarten selten geworden. Der Fluss ist nicht mehr die Lebensader unserer Heimat, sondern eher Fremdkörper und Barriere.

Das soll sich jetzt wieder ändern. Mit dem von der EU geförderten LIFE-Projekt wollen das Wasserwirtschaftsamt Landshut und die Regierung von Niederbayern als Höhere Naturschutzbehörde - zusammen mit zahlreichen Partnern und Unterstützern aus der Region - die Isar naturnäher gestalten.

Die Isar wieder mit allen Sinnen spüren und erleben können und gleichzeitig der Natur ein Stück lebendige Flusslandschaft zurückgeben - das ist das Ziel. 

Projektgebiet mit Trittsteinprinzip

Die Isar ist mit einer Lauflänge von 295 km der viertgrößte Fluss Bayerns. Ihr Unterlauf fließt durch die Städte Landshut, Dingolfing, Landau a.d. Isar und Plattling und mündet gegenüber der Stadt Deggendorf in die Donau.

Für das LIFE-Projekt wurden am Isar-Unterlauf zwischen Loiching und Ettling sieben Teilgebiete ausgewählt, die als Trittsteine zukünftig das ökologische Rückrat der Flusslandschaft bilden sollen. Zusammen erreichen sie eine Fläche von 700 ha.